Eine Kontexterei für den eigenen Lebensraum

Aktuelle Nöte in der Welt als Ausgangspunkt für das eigene Handeln

Menschen haben zunehmend das Gefühl, dass die Schieflagen in der Welt mehr werden und nun auch immer stärker den eigenen Lebensraum betreffen. Und oft kommt man beim Nachdenken darüber an einen Punkt, wo man gar nicht mehr weiß, wo man da anfangen soll damit sich etwas Grundlegendes ändern kann. In und mit einer Kontexterei geht es ganz konkret darum, die Dinge wieder selbst in die Hand zu nehmen und so zu wirtschaften, dass es für alle passt. Auf der Grundlage der Kulturtechnik Kontexten organisieren sich Menschen kooperativ für die Bewirtschaftung des eigenen Lebensraums.

Startpunkt für eine Kontexterei sind 5 – 7 Menschen

Eine Kontexterei kann überall dort entstehen, wo sich fünf bis sieben Leute zusammentun, um miteinander in Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen zu wirtschaften. Damit das maximal effizient, kooperativ bei gleichzeitiger maximaler Individualität und Freiheit gemacht werden kann nutzt eine Kontexterei für die Organisiertheit die Kulturtechnik Kontexten und wirtschaftet auf der Grundlage der Substanzwirtschaft.

Die Kontexterei: Professionelle Organisiertheit für kooperatives und substanzielles Wirtschaften

Eine Kontexterei im Vollausbau umfasst fünf Felder:

  • Handwerk,
  • Laden,
  • Gastro,
  • Coworking-Space und
  • Bildung.

Je nach Ressourcen im eigenen Lebensraum kann eine Kontexterei mit individuellen Inhalten ausgestaltet sein. Einzige Voraussetzung für den Betrieb einer Kontexterei ist, dass vom Start weg zumindest ein Handwerk ausgeübt wird.

Die Struktur in einer Kontexterei sorgt dafür, dass kooperatives, substanzielles und professionelles Wirtschaften gelingt. Die Rechtsstruktur von Verein & Co KG ist erprobt und bedient zwei Felder gleichermaßen: Der Verein sorgt für das Gemeinwohl und führt die Geschäfte in der KG, die ihrerseits im Wirtschaftsbetrieb für das unternehmerische Gebaren zuständig ist. Verein & Co KG bietet den als UnternehmerInnen tätigen Menschen eine solide, transparente und innovative Grundstruktur, in der sich jeder Mensch nach seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten verwirklichen kann und die wirtschaftlich trägt. Die Erfahrung zeigt, dass eine Kontexterei ab 5 dauerhaft Mitwirkenden und einem produktiven Arbeitseinsatz ab 100 Wochenstunden wirtschaftlich erfolgreich geführt werden kann.

Substanzwirtschaft als Grundlage

In einer Kontexterei wird die Substanzwirtschaft als ökonomisches Konzept und Grundlage genutzt. Für den Lebensraum bedeutet das, dass mit seinen Ressourcen so umgegangen wird, dass die bewirtschaftete Substanz erhalten oder vermehrt wird. Für die beteiligten Menschen bedeutet das, dass sie als MitunternehmerInnen am Unternehmerlohn und am Bilanzgewinn beteiligt sind und miteinander für den Aufbau der Substanz sorgen, die als erneute Grundlage für nachfolgende Generationen dienen kann.

Strukturelemente in einer Kontexterei

Neben der Rechtsstruktur sorgt das Konzept der Kontexterei für eine Reihe weiterer struktureller Grundlagen:

  • Klare Positionierung einer Kontexterei in den jeweiligen Wirtschaftsräumen aufgrund einer kongruenten und durchgängigen Gesamtstrategie für die kontextende Unternehmensführung.
  • Alltagserprobte Instrumente für die Steuerung des Wirtschaftsbetriebes – von der Kunden- und Mitgliederverwaltung über Produktionsprozesse bis zum Kassensystem und Finanzwesen.
  • Echte Innovationsfähigkeit, die aufgrund der Vielfalt der Beteiligten auch im unternehmerischen Alltag Produkt- und Dienstleistungsinnovationen hervorbringt.
  • Bestehende Produkt- und Vertriebsstrategie auf dem Feld einer regionalen textilen Produktionswirtschaft.
  • Bei der Eröffnung weiterer Wirtschaftsfelder wird entlang des Fokus5Rasters für kooperatives Handeln die strategische Ausrichtung miteinander geklärt und in Umsetzung gebracht.
  • Know-how und Erfahrungsaufbau in Sachen Kontexten „on the job“.
  • Ein wachsendes Netzwerk kontextender Menschen und Unternehmen, die in Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen wirtschaften.
  • Konsequente Ausrichtung auf Qualität und Professionalität – in den Prozessen, bei den Produkten und in der Organisiertheit.
  • Fokussierung auf das Handwerk – als Element dafür, eine wirtschaftliche Trendwende in Richtung einer Substanzwirtschaft zu vollziehen, die auch für die nächsten Generationen eine gesunde Grundlage bietet.

 

Ausgangspunkt ist der einzelne Mensch, der handelt. Willst Du loslegen?

In einer Kontexterei können Menschen, die miteinander wirtschaften wollen, gleich loslegen. Bist Du einer von 5 bis 7 Leuten in Deinem Umfeld, die rund um ein Handwerk ihren eigenen Lebensraum aktiv wirtschaftlich gestalten und auf diese Weise gesellschaftlich etwas Substanzielles bewegen wollen?

Oder möchtest Du vielleicht in einer bestehenden  Kontexterei als MitunternehmerIn mitarbeiten?

  • Wanderkontexterei (seit 2016)
  • Kontexterei in Rauris (seit 2018)
    Kontakt: Claudia Wagner
    Handwerke: Schneiderei, Bildungselement: Lehrgang 100 % kon-textil
    Region: Pinzgau

 

Aktuell formieren sich Menschen und Vorhaben in verschiedenen Orten für die Gründung einer Kontexterei im eigenen Lebensraum:

  • Kontexterei Salzburg
    Kontaktperson: Claudia Wagner
    Status: Locationsuche
    Handwerk: Textile Produktion mit Maßkonfektion
    Region: Salzburg Stadt in Kooperation mit Partnerunternehmen in Österreich und Deutschland
  • Die Kontexterei im Osten
    Kontaktperson: Alexandra Muhm
    Status: Formierungsphase
    Handwerke: Färberplanzen, Biodynamische Landwirtschaft
    Region: Waldviertel, Burgenland und südliches Niederösterreich.
  • Kontexterei in Gasteinertal
    Kontaktperson: Beate Löcker
    Status: Locationsuche
    Handwerke: Änderungsschneiderei
    Region: Pongau.

Möchtest Du bei einem der aktuellen Vorhaben mittun oder selbst eine Kontexterei in Deinen eigenen Lebensraum holen?

Dann nimm bitte einfach Kontakt mit uns auf!